Bei einem differenzierten Marketing entwickelt der jeweilige Betrieb unterschiedliche Marketing-Strategien für die einzelnen Segmente. Durch mehrere Produkt- und Marketingvariationen versucht der Betrieb, den Absatz sowie die eigene Position in den einzelnen Segmenten zu optimieren. Der Gegensatz zum differenzierten Marketing ist das undifferenzierte Marketing

Beispiele für Produkt- oder Dienstleistungskategorien im differenzierten Marketing

  • Mobilfunkprovider: Unterschiedliche Provider im In- und Ausland, welche unterschiedliche Tarife anbieten. Dabei reicht das Angebot von einem Discount-Segment bis zu sogenannten „Ethno-Tarifen“, bei denen Familien im Ausland von Preisvorteilen profitieren.
  • Kreditkarten: Eigentlich sind nur drei Kreditkarten-Standards geläufig: American Express, Mastercard und VISA. Sie unterscheiden sich jedoch in ihren jeweiligen Leistungsmerkmalen, die je nach Einkommen und Anwendung differenziert werden.
  • Automobilsektor: Ein Automobilhersteller wie VW spricht mit seinen verschiedenen Variationen des VW Golfs eine möglichst breite Kundenschicht an und differenziert zudem das Produkt entsprechend den Anforderungen der jeweiligen Zielgruppe.

Vorteile eines differenzierten Marketings

  • Höhere Umsätze
  • Stärkere Position in den einzelnen Segmenten

Nachteile eines differenzierten Marketings

  • Eignet sich meistens nur für größere Unternehmen
  • Kostspielige Umsetzung, da höhere Kosten bei der Produktentwicklung, der Produktherstellung, beim Vertrieb, bei der Verwaltung und auch beim Marketing
  • Eignet sich nicht für homogene Güter wie Salz

Zusammenfassung

  • Bei einem differenzierten Marketing werden unterschiedliche Marketing-Strategien für die einzelnen Segmente entwickelt
  • Beispiele: Mobilfunkanbieter, Kreditkarten und Automobilbranche
  • Vorteile: höhere Umsätze und stärke Position in den Segmenten
  • Nachteile: Hohe Kosten, eignet sich nicht für alle Güter und nur in großen Unternehmen gut umzusetzen
  • Gegensatz: undifferenziertes Marketing

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