Als Halbfabrikat – oft auch als Halbfertigprodukt gelistet – bezeichnet man in der Produktionswirtschaft erzeugte Vorprodukte, die teilweise fertig sind und die bereits Kosten verursacht haben. Diese halb-fertigen Produkte werden entweder für die Weiterverarbeitung im eigenen Unternehmen auf Lager gelegt oder an andere Unternehmen geliefert und dort fertigproduziert. Das Gegenstück zu den Halbfabrikaten bilden die Fertigfabrikate. Das sind Produkte, welche bereits fertig erzeugt wurden.

Wissenswertes zu den Halbfabrikaten

  • Ein gelagertes Halbfabrikat wird in der Finanzbuchhaltung eines Betriebs als Aktivposten geführt
  • Wird ein Halbfabrikat im Ausland fertigproduziert und danach wieder ins Inland re-importiert, dann spricht man von einem sogenannten Outward Processing Trade
  • Die Kosten für die Herstellung von einem eigengefertigten Halbfabrikat werden jährlich mit einem festgelegten Standardkostensatz vorkalkuliert. Bei der Nachkalkulation werden dann die Ist-Herstellkosten an den Standardkosten gemessen. Diese können mithilfe der Abweichungsanalyse genauer untersucht werden.
  • In Unternehmen mit mehrstufiger Fertigung ergeben sich häufig Abgrenzungsprobleme zwischen Rohstoffen, sowie Halb- und Fertigfabrikaten. In einer Spinn-Weberei können zum Beispiel Garne teilweise verkauft, teilweise weiterverarbeitet, aber auch Garne zugekauft werden.

Zusammenfassung

  • Halbfabrikate haben die Produktion noch nicht vollständig durchlaufen und können noch nicht auf dem Markt verwertet werden
  • Gelagerte Halbfabrikate werden als Aktivposten geführt
  • Abgrenzungsprobleme in Betrieben mit mehrstufiger Fertigung
  • Gegenteil der Halbfabrikate bilden die Fertigfabrikate

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