Die Nachfragekurve, die sich aus der Nachfragefunktion ergibt, zeigt an, wie sich die Nachfrage in Relation zum Preis entwickelt. In der Regel wird auf der senkrechten Y-Achse der Preis und auf der waagerechten X-Achse die nachgefragte Menge abgetragen. Im Normalfall ergibt sich ein fallender Verlauf der Nachfragekurve.

Relation von Preis und Nachfrage

Hinter dem fallenden Verlauf der Nachfragekurve steht folgender Zusammenhang: Mit zunehmenden Preis verteuert sich das Gut. Im Relation zum Geld, dass für den Kauf aufgewendet werden muss, sinkt der Nutzen, den das Produkt bringt. Umgekehrt steigt der Nutzen des Produktes im Verhältnis zum Preis. Im Ergebnis nimmt die Nachfrage mit sinkenden Preisen zu.

Sättigungsgrenze

Umgekehrt gehen sinkende Preise in der Regel mit einer steigenden Nachfrage einher. Doch die Nachfrage wächst bei sehr niedrigen Preisen nicht ins Unendliche, sondern stagniert, wenn die Sättigungsgrenze erreicht ist. Insbesondere bei Grundnahrungsmitteln und anderen Konsumgütern ist diese Erscheinung zu beobachten: Selbst wenn der Preis für Brot auf Null sinken würde, würde die Menge des gekauften Brotes nicht über Gebühr ausgedehnt, denn bei einer gewissen Menge Brot ist die Sättigungsmenge erreicht.

Verschiebungen der Nachfragefunktion

Neben Preis und Nutzen des Produktes beeinflussen auch das Einkommen und alternative Produkte die Nachfragefunktion. Je höher das Einkommen, desto mehr Güter werden insgesamt nachgefragt. Die Nachfragekurve verschiebt sich nach rechts.

Sinken indes die Preis alternativer Produkte wird die Nachfrage nach dem ursprünglichen Produkt abnehmen. Dadurch verschiebt sich die Nachfragekurve nach links.

Inferiore Güter und Giffen Güter: Abweichung vom Normalfall

Sogenannte Inferiore Güter und sogenannte Giffen Güter weisen eine Nachfragekurve auf, die vom Regelfall abweicht. Bei inferioren Gütern sinkt die Nachfrage mit steigenden Einkommen. In der Regel handelt es sich bei inferioren Gütern um preiswerte Produkte, die mit steigenden Einkommen durch hochwertige Produkte ersetzt werden.

Als Giffen Güter bezeichnet man indes Güter, bei denen die Nachfrage bei steigenden Preisen zunimmt. Klassisches Beispiel ist das Brot, denn es konnte beobachtet werden, dass die Erhöhung des Brotpreises bei armen Arbeiterfamilien zu einer Steigerung des Brotkonsums führten. Denn die Familien müssen angesichts der Brotpreise auf Fleisch und andere teure Lebensmittel verzichten und mehr Brot einkaufen, um überhaupt satt zu werden.

Das Wichtigste auf einem Blick

  • Die Nachfragekurve verdeutlicht den Zusammenhang von Preisentwicklung und Nachfrage
  • In der Regel führen steigende Preise zu einem Rückgang der Nachfrage
  • Preise alternativer Produkte und das Einkommen können die Nachfragekurve verschieben
  • Bei inferioren Güter und Giffen Gütern weicht die Nachfragefunktion von Regelfall an

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *