Als Produktvariation, auch Produktmodifikation genannt, werden Produkte bezeichnet, die in unwesentlichen Merkmalen verändert wurden und nicht das Niveau einer Innovation erreicht haben. Diese Veränderungen stellen dennoch eine Verbesserung des Produkts, welches bereits auf dem Markt ist, dar. Es kann sich hierbei auch um eine Produktanpassung an bestimmte Marktsegmente handeln.

Was kann an einem Produkt variiert werden?

  • Funktionale Veränderungen (z.B. Material oder Technik)
  • Optische Veränderungen (z.B. Form und Farbe)
  • Symbolische Veränderungen (z.B. Markennamen)
  • Zusatzleistung bei einem Produkt (z.B. Service)

Ausprägungen bei der Produktvariation

  • Up Grading: Ein Produkt wird allgemein aufgewertet durch eine Leistungssteigerung
  • Down Grading: Die allgemeine Verbesserung des Preis-Leistungs-Verhältnisses im Markt-Angebot.
  • Side Grading: Ein bereits bestehendes Produkt wird durch ein neues, aktualisiertes Angebot abgelöst auf dem gleichem Leistungsniveau.

Was hat ein Relaunch mit der Produktvariation zu tun?

Als Relaunch bezeichnet man eine Produktvariation, die das Ziel hat, die Lebensdauer eines Produktes zu verlängern. Ein Relaunch ist notwendig, wenn die Umsätze stagnieren oder gar abzunehmen drohen.

Nachteile der Produktvariation

Da das Produkt im Unterschied zur Produktinnovation im Wesentlichen immer gleich bleibt, fordern Kunden eine Abwechslung. Bei der Produktvariation ist demnach eine richtige Mischung von Kontinuität und Aktualität entscheidend. Der Zeitpunkt der Variation und der Umfang der bewirkten Neu¬artigkeit kann über den Erfolg eines variierten Produkts entscheiden.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Bei einer Produktvariation wird ein Produkt im Wesentlichen nicht verändert
  • Eine Produktvariation erreicht nicht den Status einer Innovation
  • Ein Produkt kann funktional, optisch, symbolisch und durch Zusatzleistung verändert werden

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