Eine Rezession ist eine Phase des abgeschwächten Wirtschaftswachstums oder eines schrumpfenden Bruttoinlandprodukts. In der Volkswirtschaftslehre spricht man von einer Rezession, wenn das Wirtschaftswachstum eines Landes in mindestens zwei aufeinander folgenden Quartalen im Vergleich zu den Vorquartalen negativ ist.

Phasen des Konjunkturzyklus

Die Rezession ordnet sich in das weitverbreitete volkswirtschaftliche Schema der Konjunktur ein. Man unterteilt diese in vier Phasen:

4 Phasen des Konjunkturzyklus

  1. Aufschwungphasen (Expansion, Prosperität)
  2. Hochkonjunktur (Boom)
  3. Abschwungphasen (Rezession)
  4. Tiefphasen (Depression)

Rezession - die Konjunkturphasen
Je nach der Wirtschaftstheorie, den zur Verfügung stehenden Indikatoren und den für die entsprechende Volkswirtschaft maßgeblichen Gremien gibt es für diese vier Phasen der Konjunktur abweichende Definitionen.

Merkmale einer Rezession

Im Allgemeinen hat die Phase einer Rezession folgende Merkmale:

  • Abschwächung der Hochkonjunktur
  • Rückgang der Nachfrage
  • pessimistische Prognosen für die Wirtschaft
  • überfüllte Lager, da sich keine Abnehmer finden
  • Abbau von Überstunden bei der Belegschaft und beginnende Kurzarbeit
  • fehlende Investitionen
  • partielle Stilllegung von Produktionsanlagen
  • Preise, Löhne und Zinsen stagnieren oder sinken und
  • Fallende Börsenkurse
Wenn sich mehrere dieser Signale flächendeckend häufen, so kann dies Zeichen einer Rezession sein. Für den Nationalökonom Joseph Schumpeter hat die Aufschwungphase mit der Einführung einer innovativen Neuerung von wirtschaftlicher Schlüsselbedeutung zu tun, während für ihn die Rezessionsphase die „Erntezeit“ ist, in der die Ergebnisse der in der Aufschwungphase getätigten Investitionen „geerntet“ werden.

Wenn sich der Abschwung weiter steigert oder es zu einer anhaltenden Stagnation kommt, dann wird die Phase der Depression beschritten.

Rezession – das Wichtigste auf einem Blick

  • Eine Rezession ist die Phase eines abgeschwächten Wirtschaftswachstums beziehungsweise eines schrumpfenden Bruttoinlandproduktes
  • In den vier Phasen der Konjunktur reiht sich die Rezession nach der Aufschwungphase, der Hochkonjunktur und vor der Tiefphase (Depression) ein
  • Verschiedene Merkmale kennzeichnen die Phase der Rezession, zum Beispiel Abschwächung der Hochkonjunktur, Rückgang der Nachfrage, pessimistische Prognosen für die Wirtschaft, überfüllte Lager, stagnierende oder sinkende Preise, Löhne und Zinsen und fallende Börsenkurse
  • Steigert sich der Abschwung der Rezession weiter oder es kommt zu einer anhaltenden Stagnation, dann tritt die Konjunktur in die Phase der Depression

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